Röhrenwerk und Goethehäuschen

  VEB Röhrenerk Mühlhausen

VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck Mühlhausen

Zigarrenfabrik FRM Franz Riebel Mühlhausen

Elektronikwerk C. Lorenz AG

Auf dieser Seite machen wir Station in der Eisenacher Straße. Dabei wird es zum einen um die Geschichte des heutigen Landratsgebäudes an der Ecke Brunnenstraße und der ehemals dort ansässigen Firmen gehen. Zum anderen stehen das heutige Landgerichtsgebäude mit seinen Vorgängern sowie das Werk II in der Görmar-Landstraße im Mittelpunkt.

 

vor 1945:

 

1914 nahm der Zigarrenhersteller Franz Riebel die Produktion im damaligen Fabrikneubau in der Eisenacher Straße 40/Ecke Brunnenstraße auf, nachdem er zuvor am Untermarkt 12 seine Produktionsstätte hatte. Auch war Franz Riebel einer der letzten Besitzer der Pulvermühle (bis 1895) in der Wanfrieder Straße (Pulverecke). Ob er dort schon Zigarren produzieren ließ, ist unbekannt. 1936 verlagerte Riebel die Produktion aus Mühlhausen und das nun leer stehende Fabrikgebäude wurde an die C. Lorenz AG verkauft. Diese produzierte bis 1945 u. a. Spezial-Röhren für die Wehrmacht und Funk-Verschlüsselungsgeräte.

1945 - 1989:

Nach 1945 beschlagnahmten die Alliierten die Fabrik und demontierten alle Maschinen. Es blieben nur leere Hallen übrig. Diese wurden bis zum Umbau als Getreidelager genutzt. Mit dem Fachpersonal des ehem. Lorenz-Werkes wurde eine neue Röhrenproduktion aufgebaut und am 01. 04. 1952 der VEB Röhrenwerk Mühlhausen mit anfangs 85 Mitarbeitern gegründet. Dem gingen umfangreiche Bemühungen zur Neugründung eines Röhrenwerkes in Mühlhausen voraus. Anfangs durch die sowjetischen Behörden (SMAD) blockiert, bekam die Neueröffnung durch das „Otto-Grotewohl-Programm“ Anfang 1952 wieder neuen Schwung. Schon im Januar 1952 wurde mit dem Aus- und Umbau des Lorenz-Werkes in der Eisenacher Straße begonnen und um Mitarbeiter geworben.

 

Gebäude Röhrenwerk in der Eisenacher Straße um 1960 (Foto: L. Pölitz) 

Mit dem Fachpersonal des ehemaligen Lorenz-Werkes wurde eine neue Röhrenproduktion aufgebaut und am 01. April 1952 der VEB Röhrenwerk Mühlhausen gegründet. Ein Zeitungsbericht von Ludwig Pölitz aus dem Jahr 2009 erinnert daran.

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Schon im Juni 1952 werden bereits Röhren der Typen AZ 1, AZ 11, AZ 12, AF 7, KCC 1 und AL 4 hergestellt. In den 1960er Jahren kommen Fernsehröhren der Typen PL 36, PL 500/504, PY 88 und DY 86 hinzu. Von 1956 bis 59 wurden auch Fotoblitzlampen für den Massenbedarf hergestellt.


01. Mai 1954  Feier nach der Maidemonstration im neuen Röhrenwerk  (Smlg. B. Mahr)


Ein paar erklärende Worte zum Firmenlogo des Röhrenwerkes: 

Die im Röhrenwerk Mühlhausen gefertigten Röhren trugen die Bezeichnung RFT. RFT heißt Rundfunk- und Fernmelde Technik und war in der DDR die Bezeichnung für den Herstellerverbund verschiedener Unternehmen der Nachrichtentechnik, der schon 1946 gegründet wurde. 1954 wurde das Logo in das Handelsregister eingetragen. Das M in der Röhrenmitte symbolisiert den Herstellungsort Mühlhausen. 1982, mit dem Namenswechsel zu „Mikroelektronik Wilhelm Pieck“,  bekam der Röhrensockel die Form eines Schaltkreises.

1961 wurde der Kantinenneubau an der Ecke Eisenacher Straße/Leninstraße (Lindenbühl) fertig gestellt und in Betrieb genommen, auf dessen Geschichte ich später noch genau eingehe. 

 

                1963  Anbau VEB Röhrenwerk (Hofseite)       (Fotos: L. Pölitz)               1963   Anbau Brunnenstraße   

Die Produktionszahlen stiegen und 1963 wurde in der Brunnenstraße der neue Firmenanbau übergeben. Auch daran erinnern Zeitungsartikel aus der Sammlung von Ludwig Pölitz vom November 2013 in TA/MA und TLZ.

 

Ein Exportschlager in den 1970er Jahren war die Leistungsröhre EL 34, die u. a. an Siemens und die „ITT Corporation“ geliefert wurden, zu der auch die Firma. „C. Lorenz AG“ gehörte. Die in Mühlhausen produzierten Hochleistungsröhren kamen sogar in der damaligen Bundeswehrtechnik zum Einsatz.

 

Kommen wir noch einmal auf die 1960er Jahre zurück. Seit dem Ende des Jahres 1960 wurde an der Einrichtung einer Reparaturwerkstatt für Rundfunk- und Fernsehgeräte gearbeitet. Diese eröffnete in der Felchtaer Straße 3 unter dem Namen „Telelux“ am 16. Januar 1961 ihre Pforten. Ein kleiner Geschichtsrückblick auf dieses typische DDR-Unternehmen folgt im Anschluss an die Geschichte der „Röhren“.

1971 erfolgte die Umbenennung des "VEB Röhrenwerk" Mühlhausen in 

"VEB Mikroelektronik - Wilhelm-Pieck“ Mühlhausen".

Wilhelm Pieck war der erste und einzige Präsident der ehemaligen DDR. Nach seinem Tod 1960 wurde das Präsidentenamt in der DDR abgeschafft und durch den allmächtigen Staatsratsvorsitzenden ersetzt.

 

In den 1970er Jahren wurden dann die modernen Produktionsstätten in der Görmar-Landstraße gebaut und Anfang der 1980er Jahre in Betrieb genommen. Aber bereits  im Dezember 1972 ging in einer neuen Halle im Gewerbegebiet Görmar die Produktion von Kanalwählern in Serie. Diese Kanalwähler wurden bis 1979 von nur 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hergestellt, dem kleinsten Röhrenwerk-Kollektiv.

Die Entwicklungsabteilung des Röhrenwerkes, das sich bis 1989 am Untermarkt 7 im Hofgebäude des Beurenhofes befand, stellte 1987 die Weichen für die Transistor- und Schaltkreisproduktion. 1988 gingen der 10-Pin-Schaltkreis U 103 sowie der Transistor SMY 51 in die Serienproduktion. Das Comuterzeitalter brach bei der „Mikro“ mit der Entwicklung der
Taschenrechner MR 511, MR 4110 und MR 410 an die am 13. November 1980 ihre Serienreife hatten. Am 09. Januar 1981 wurde das sogenannte Taschenrechnergebäude TV 1 in Betrieb genommen. Von 1983 bis 1985 liefen auch, vom „Röhrenwerk“ entwickelte Taschenradios (TR 2020) und das Nostalgieradio NR 84 vom Band. Vom Taschenradio TR 2020 wurden bis September 1984 10.000 Stück hergestellt. Das Nostalgierodio kam niemals in einen DDR-Laden. Es wurde ausschließlich für das NSW (Nicht-Sozialistische-Währungssystem), also für den Westen, hergestellt. Der produktionsaufwand rechtfertigte aber nie die 15,00 DM, für das es verschleudert wurde.

         

           Nostalgieradio NR 84

 

1984 startete die Produktion der Heimcomputerserie HC 900, der später KC 85 hieß. Dieser wurde ständig weiterentwickelt. Die Produktion wurde ab 1989 wieder zurückgefahren, da der, in Mühlhausen entwickelte Kleincomputer auf dem Weltmarkt nicht konkurrenzfähig war. Auch wurden ab 1985, in Zusammenarbeit mit dem VEB Forschungszentrum Mikroelektronik Dresden, eigene Solarzellen entwickelt und bis zur Serienreife gebracht. Am 30. April 1991 wird die Produktion von Computern in Mühlhausen eingestellt.

 

ab 1990:

Bereits 1990 erfolgte die Umbenennung des „VEB Mikroelektronik Wilhelm Pieck“ in "de-pro-ma electronic GmbH" und noch im selben Jahr die Zerlegung der "de-pro-ma" in drei Firmen.  De-Pro-Ma bedeutet Development, Production, Marketing, zu Deutsch: Entwicklung, Produktion, Vertrieb.

1990: Gründung der Firma "SaMeCo electronic GmbH" die sich mit der Herstellung von Wasserzählern beschäftigte.

1990: Verkauf des Grundstücks Eisenacher Straße/Brunnenstraße an den Unstrut-Hainich-Kreis, Beginn des Umbaus

1991: Gründung der "TH electronic GmbH"  deren Arbeitsfeld die Prozess- und Maschinensteuerungen sind und die mit 51 Mitarbeitern Baugruppen und Geräte montiert.

1991: Gründung der Firma "TH Parkner GmbH"   , die auf Metallbearbeitung, Rohrleitungsbau, Maschinenbau und Dienstleistungen spezialisiert ist.

1994: Übernahme der" SaMeCo electronic GmbH" durch die Firma "Landis & Gyr"

     

1995: Eröffnung des umgebauten Gebäudes Brunnenstraße/Eisenacher Straße als Landratsamt

 

1997 Umbenennungvon "Landis & Gyr" in "Landis & Staefa"

1999: "Landis & Staefa" wird durch Siemens übernommen. Neuer Name: "Siemens Building Technologies GmbH" 

   

2007: Verkauf an die Firma "HSH N Kapital" und Umbenennung in "QVEDIS GmbH"

 

Die Firmen QVEDIS, TH Electronic und TH Parkner produzieren bis heute am Standort Mühlhausen auf dem Gelände des ehemaligen Röhrenwerks und späteren VEB Mikroelektronik in der Sondershäuser Landstraße.


Das war in groben Zügen die Geschichte der "Röhre", wie wir Mühlhäuser diesen Betrieb nannten. Von den Gebäuden des ehemaligen Betriebes, die zum  industriellen Erbe unserer Stadt gehören, wurde keines abgerissen. In der Görmarlandstraße, der heutigen Sondershäuser Landstraße, steht immer noch der Plattenbau mit seinen braunen Sonnenschutzfenstern und auch der Altbau in der Eisenacher Straße sowie der 1963 errichtete Anbau in der Brunnenstraße sind noch da. Diese wurden umfangreich saniert und beherbergen heute einen Teil des Landratsamtes unseres Kreises.


     VEB Telelux      


Wie schon angekündigt möchte ich an dieser Stelle einen kleinen, geschichtlichen Ausflug zur Röhrenwerk-Tochter TELELUX machen. Der VEB Telelux war ein Service- und Dienstleistungsbetrieb, ein echtes DDR - Kind. Viel gibt es geschichtlich allerdings nicht zu erzählen da der Betrieb nur etwa 30 Jahre existierte.


           um 1960 spätere Telelux-Annahmestelle An der Burg

16. Januar 1961: Eröffnung des ersten Reparaturdienstleisters für Rundfunkgeräte in Mühlhausen, Felchtaer Straße 3 (heute Brauhaus zum Löwen/Leo)

01. Januar 1964: Ausgliederung des Dienstleistungsunternehmens aus dem                                                     damaligen VEB Röhrenwerk Aufgabe der 37 Mitarbeiter war die Annahme und Reparatur von Elektrogeräten aller Art

01. September 1966: Eröffnung der Annahmestelle am Steinweg

1976: Eröffnung des "Hauses der Dienste" in der Forstbergstraße

Annahmestelle se VEB Telelux in der Forstbergstraße 1977 und 1986

20. Juni 1987: Grundsteinlegung für den Neubau der Firmenzentrale in der damaligen Gustav-Meyer-Straße (heute Krümme)

07. Oktober 1987: feierliche Übergabe des "Hauses der Dienste"; 193 Dienstleistungen (Frisör, Reinigung, Reparatur von elektrischen Geräten) werden angeboten. 43 Dienstleistungen können vor Ort sofort bearbeitet werden. Bei der Reinigung und der Reparatur von Geräten war eine Wartezeit von 3 - 4 Wochen üblich.

um 1970 Gelände (Krümme) vor dem Telelux-Neubau

Haus der Dienste am 07. 10. 1987 und im Jahr 1988 (Zeitungsartikel DV)

1989/90: Umwandlung des VEB Telelux in die Telelux GmbH - Auflösung des Unternehmens


 1990 Telelux-Gebäude an der Krümme (Smlg. N. Görtler) 

2010 Telelux-Gebäude an der Krümme

August 2012: Nach langem Leerstand stehen die ehemaligen Telelux-Gebäude in Flammen. Außer für den 1987 errichteten Plattenbau besteht für alle Gebäude Einsturzgefahr!

08. August 2012 Brand in den ehem. Telelux-Gebäuden (TA)

2013     Fotos von Milos Moeller https://www.flickr.com/photos/milosmoellerund Kreuzgrabe

2013 

Totalabriss der  Industriegebäude zwischen Feldstraße, Krümme und Kreuzgraben


Die nun folgenden Bilder, die kurz vor und während der Entkernungsarbeiten entstanden, stammen vom ausführenden Abrissbetrieb Container - Zimmermann aus Mühlhausen. Herr Zimmermann hat mir die Fotos, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken möchte.

Es ist üblich, vor allem aus Sicherheitsgründen, die Objekte im Vorfeld eines Abrisses genau abzulichten. Eventuelle Gefahren sind so besser einzuschätzen und es können Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, ehe etwas passiert. Gerade bei Objekten, in denen es gebrannt hat, ist das sehr wichtig.

Begonnen wurde hier mit dem Abtragen der Wellaspestplatten und dem fachgerechten Entsorgen. Es folgte das Abtragen der Dachpappe, Ziegeln und Dachstützen. Fast bis zuletzt stand der 1987 errichtete Plattenbau.

 

2013 – 2015: Bau von zwei Supermärkten auf einem Teil des ehemaligen Teleluxgeländes

 

Nicht nur die abgebrannten Gebäude des ehemaligen VEB Telelux wurden im Zuge der Neubebauung abgerissen. Auch ein Großteil der ehemaligen Lederfabrik der Gebr. Kleeberg, welcher zu DDR - Zeiten die Wolldeckenfabrik war, musste den beiden Supermärkten weichen.

2014 Bau von zwei Supermärkten auf dem ehem. Telelux-Areal (Panorama)

Das Areal zwischen Kreuzgraben, Krümme und Feldstraße ist wohl das innerstädtische Gebiet, das sich seit der Wende 1989/90 am stärksten verändert hat.  Auch hier kann man unterschiedlicher Meinung über Sinn und Unsinn von zwei Märkten an einem Standort sein.

Sicher ist, dass die Anwohner mehr Einkaufsmöglichkeiten mit genügend Parkplätzen haben und das ungenutzte Gebäude, die zu verfallen drohten, verschwunden sind. Ob die moderne Architektur der Märkte optisch aber an die mittelalterliche Stadtbefestigung und zur Nachbildung der Burg am Busbahnhof passt muss jeder für sich selbst entscheiden.

 

Der 1961 errichtete Kantinenneubau des Röhrenwerkes an der Ecke Lindenbühl/Eisenacher Straße steht noch und mit dessen Geschichte, oder besser, mit der Geschichte der Gebäude auf dem Areal soll es nun weiter gehen.

Goethehäuschen, Kantine, Justitzzentrum

Eine der ersten Darstellungen dieses Areals ist auf einer Zeichnung von Carl Michel zu finden, die eigentlich das Innere Neupfortentor zeigt. Sie entstand um 1870 als der Graben mit Brücke am Lindenbühl noch vorhanden war. Rechts ist das Torwärterhäuschen zu sehen, das mit der Grabenverfüllung abgerissen wurde.

 

Schon kurz vor, aber vor allem nach der Grabenverfüllung setzte ein Bauboom am Lindenbühl ein. Auch das sogenannte Goethehäuschen an der Ecke zur Eisenacher Straße wurde damals errichtet.

 

   Lindenbühl / Ecke Eisenacher Straße                      um 1940     "Goethehäuschen"                                               um 1940


Bis in die 1930er Jahre war es ein eher unbedeutendes Gebäude. Dann zog Oberst  Ehrenberg (später General) in das Haus. Er war Standortältester und Kommandeur des Infanterieregiments 86 in der damals neu gebauten General Fuchs Kaserne, dem so genannten Fuchsbau, in der Windeberger Landstraße.

 

1936 General Fuchs Kaserne in der Windeberger Landstraße  -  Straßenansicht ; Eingangsbereich (KDL) ; Ex-Platz

Diese wurde 1935 gebaut, 1945 zerstört und danach von der NVA als Übungsplatz genutzt. Heute ist auf dem Gelände ein Solarpark.


 

                                                 um 1950                                                                              2007

 

                                                um 1950                                                                                2007

Wieder zurück am Lindenbühl/Ecke Eisenacher Straße. Nach 1945 erst normales Wohnhaus und später Kindergarten, wurde das Goethehäuschen 1960 für den Neubau der Röhrenwerkskantine abgerissen. Dieser Neubau war ein, für die damaligen Verhältnisse, sehr moderner Mehrzweckbau mit Kantine und einem großen Saal. Legendär waren die 1. Mai-Feiern in diesem Saal. Musikgruppen spielten, ein DJ machte Musik aus der Konserve, es gab Bier und Würstchen auf Marken und es war immer was los.

 

                                      1970er Jahre                              Fotos: L. Pölitz                         1970er Jahre

Das änderte sich erst mit der Wende 1989/90 und dem Ende der "Röhre". Das Gebäude stand, wie viele andere Industrieobjekte der Stadt auch, lange leer, keiner wollte es haben.

 

                                            1996                                                                                              2015

Mit der Zeit wurden immer öfter die Scheiben eingeworfen, so dass die Fenster mit Sperrholzplatten gesichert werden mussten. Einbrüche und Vandalismus waren leider auch hier an der Tagesordnung, doch eine Lösung dieses Problems ließ lange auf sich warten.

 

                                                                                           1996                                                                                               

 

                                                1996                                                                                      2015

Nach fast 15 Jahren Leerstand bezog am 31. August 2006 das Landgericht das sanierte und auf die Bedürfnisse der Justiz zugeschnittene Gebäude. Bereits im April 2006 zog ein Teil der Behörde vom provisorischen Standort in der ehem. Pädagogischen Hochschule am Schillerweg in die ebenfalls umgebauten und sanierten Gebäude des ehem. Röhrenwerkes in der Eisenacher Straße 40/41 und der Brunnenstraße 97.

 

Diese Umbauten zeigen, das nicht immer gleich die Abrissbirne anrücken muss. Natürlich müssen Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Dabei sollte aber, gerade in einer alten Stadt wie Mühlhausen, auch die historische Seite gesehen werden. So ist und bleibt sowohl die "Röhre" als auch die Zigarrenfabrik Riebel ein fester Bestandteil der Industriegeschichte unserer Stadt.